Nachhaltigkeit
Reparaturen
Geplante Obsoleszenz: eine ökologische Katastrophe.
Es gab eine Zeit, gar nicht so lange her, da wurde alles repariert: löchrige Socken, kaputte Bügeleisen, sogar Brillen. Doch die Globalisierung, die Entdeckung der Polymere (vor allem Plastik) und moderne Lebensweisen haben dem Konzept „Wegwerfprodukt“ den Weg bereitet. Manche dachten sogar: „Genial, wir sorgen einfach dafür, dass die Dinge so kurz wie möglich halten, damit die Leute öfter kaufen müssen. Was für eine tolle Idee!“ (So ungefähr lief es wohl irgendwann in einem Besprechungsraum bei einem Kühlschrank- oder Strumpfhosenhersteller.) Kurz gesagt: Mit der geplanten Obsoleszenz sind wir noch einen Schritt weiter gegangen.
Heute merken die meisten von uns, dass wir vielleicht zu weit gegangen sind. Nachdem wir viel, viel zu viel weggeworfen haben, beginnen wir zu verstehen, dass es doch keine so tolle Idee war. Dass Schildkröten Plastiktüten mit Quallen verwechseln. Dass Zahnbürstenteile in den Fischen auf unseren Tellern landen. Dass ein Teil unseres Mülls inzwischen einen „siebten Kontinent“ bildet. Ganz zu schweigen von unsichtbarem Mikroplastik, das in unserer Nahrung, unserem Körper und dem unserer Kinder landet.
Jetzt, wo wir unter Plastik begraben sind, suchen wir aktiv nach Lösungen, um den bereits angerichteten Schaden zu begrenzen. Recycling ist ein gangbarer Weg, und wir sind noch weit davon entfernt, alle seine Möglichkeiten auszuschöpfen. Aber eine Lösung aus der gar nicht so fernen Vergangenheit ist genauso wirksam, oder zumindest ein unverzichtbarer Teil des Werkzeugkastens: die Reparatur.
Reparieren, damit es hält.
Um unnötigen Abfall zu vermeiden, braucht es Produkte, die halten. Damit ein Produkt so lange wie möglich genutzt werden kann, muss man es reparieren, flicken, nähen und generell pflegen können. Wie wir in unserem Artikel über Eco-Design erklärt haben, muss die Reparatur von Anfang an in das Design des Produkts einfließen. Die Idee ist einfach: Reparaturen für die Person, die sie am Ende ausführt, so einfach wie möglich machen und so die Lebensdauer des Produkts verlängern.
Einen Reparaturservice für Rucksäcke anzubieten ist also nicht „toll“, sondern ganz normal. Man nennt das Kundendienst. Wir geben alles, um hochwertige, langlebige Produkte zu entwickeln, aber wir sind nicht vor gelegentlichen Design- oder Produktionsproblemen gefeit oder vor einer Schnalle, die weniger robust ist als erwartet (wir wissen, wovon wir reden). Wir sind für das Produkt verantwortlich, das wir verkaufen, deshalb gibt es eine gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren. In dieser Zeit müssen wir dir eine Reparatur, einen Ersatz oder eine Erstattung anbieten.
Aber unsere Verantwortung sollte nicht nach den zwei Jahren gesetzlicher Gewährleistung enden. Sie sollte sich über die gesamte Lebensdauer des Produkts erstrecken, bis zum Ende seines Lebens (deshalb haben wir unsere eigene Garantie gerade auf 10 Jahre verlängert).
Marken sollten verpflichtet sein, ihren Kund:innen eine Lösung für Reparatur und Recycling anzubieten, bleibt nur die Frage: Wer zahlt? Und Kund:innen sollten ermutigt werden, ihre Produkte zu recyceln, statt sie einfach wegzuwerfen. Das funktioniert nur, wenn alle mitmachen: Marken, Kund:innen, Politik, Hersteller …
Kundendienst: ein Service für dich … und für die Umwelt.
Kurz gesagt: Auch wenn wir versuchen, robuste, langlebige Taschen herzustellen, und tatsächlich nur sehr wenige Reklamationen erhalten, haben wir im Rahmen unseres Kundendienstes ein Reparaturprogramm eingerichtet. Seit Beginn des MeroMero Abenteuers arbeiten wir mit GreenWolf zusammen. Diese Nähwerkstatt in Annecy gehört zu den Pionieren der Reparatur von Outdoor-Textilien. Sie repariert Kleidung und Taschen der größten Outdoor-Marken wie Patagonia, Picture, Burton, Salomon, Norrøna …
Um deine Erwartungen bestmöglich zu erfüllen und die Reparaturzeiten zu verkürzen, arbeiten wir außerdem mit der Werkstatt Goodloop in Lyon zusammen. Solenne und Louise, die beiden Gründerinnen, setzen alles daran, die Lebensdauer deiner Produkte zu verlängern. Sie arbeiten für Privatpersonen, Unternehmen, Handwerksbetriebe und große Outdoor-Marken. Wenn du also innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf einen Mangel bemerkst (Schnallen, Gurte, Reißverschlüsse), melde dich gern bei uns. Mehr Infos findest du auch auf unserer Seite „Rücksendungen & Reparaturen“.
Und wenn du eine Reparatur brauchst, für die wir nichts können (ein Riss oder Gurte, die in die Speichen geraten sind), keine Panik. Wir finden gemeinsam eine Lösung (nach Kostenvoranschlag).
Aufbereitet.
Wie gesagt, wir bekommen tatsächlich nur sehr wenige Rücksendungen. Aber egal in welchem Zustand: Die Taschen werden weder weggeworfen noch verbrannt oder in eine Tonne gesteckt. Manchmal bitten wir Künstler:innen, unsere Taschen zu individualisieren, wie unsere Freundin Sarah Buscail, die gern einen Fleck versteckt oder eine Narbe in ein Highlight verwandelt. Auch abgenutzt oder repariert werden unsere Taschen so zu Einzelstücken.
Wir wollten auf unserer Website einen Bereich für aufbereitete Produkte einrichten, aber das war zu kompliziert. Sie werden über Mundpropaganda, bei Privatverkäufen oder auf Events verkauft … Beschweren, dass wir nicht genug Rücksendungen haben, werden wir uns aber nicht …
Schau in der Zwischenzeit gern in den Bereich „Outlet“ auf unserer Website. Dort gibt es manchmal Auslaufmodelle zu Schnäppchenpreisen.
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